Die Bioökonomie wird als eine Schlüsselstrategie für eine nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft angesehen, da sie den Übergang hin zu einer auf erneuerbaren Ressourcen und Kreislaufführung basierenden Wirtschaftsweise ermöglichen soll. Diese Transformation ist jedoch mit großen gesellschaftlichen Herausforderungen verbunden und stark von regionalen Besonderheiten geprägt. Insbesondere im Bereich der Landnutzung führt sie zu erheblichen Nutzungskonflikten um Flächen und Ressourcen und ist von gesellschaftlichen Zielkonflikten sowie teils gegensätzlichen Akteursinteressen geprägt. Diese gesellschaftliche und politische Dimension nimmt das Projekt „LauTra“ in den Blick.
Ziel des Projekts ist es, basierend auf einer Analyse dieser Zielkonflikte, in dialogischen Formaten mit den Akteuren hemmende und fördernde Governance-Strukturen der Nutzung von pflanzenbasierten Rohstoffen als Bestandteil einer zirkulären Bioökonomie unter den besonderen Gegebenheiten der Strukturwandelregion Lausitz zu analysieren. Dabei stehen die Perspektiven der unterschiedlichen Akteure mit ihren Erwartungen, Interessen, Überzeugungen und Machtkonstellationen im Fokus. Mögliche Transformationspfade und Handlungsmöglichkeiten möchten wir gemeinsam im Dialog mit den involvierten Akteuren in der Lausitz entwickeln.