Kulturen und Kultur generell sind wie ein sich ständig verändernder Fluss, ein permanentes Entstehen und Vergehen von Gesellschaften und deren Selbstreflexionen in Sprache, Kunst und Wissenschaften. Dennoch lassen sich darin größere Epochen und/oder Phasen voneinander abgrenzen und unterscheiden, die sich jeweils durch bestimmte kulturelle Muster (Meme, Symbole, Werte, Normen, alltags- und tiefenkulturelle Gewohnheiten, Techniken, Wirtschafts- und Sozialformen etc.) auszeichnen. Die gängige moderne Sozial- und Kulturgeschichte bzw. -philosophie unterscheidet dabei meist drei in ihren kulturellen Mustern stark divergierende Epochen: Vormoderne, Moderne und Postmoderne. Seit einigen Jahren entwickelt sich mit Blick auf die Gegenwart und Zukunft jedoch eine weitere Differenzierung und entsprechende Begrifflichkeit: Metamodernismus und Metamoderne.
Neue Kulturen, so auch die Metamoderne, sind anfangs kaum sichtbar, da die Bilder, Worte und sogar Wissenschaften von den Gewohnheiten bisheriger Kultur besetzt sind. Daher lohnt es sich, die Spuren des Neuen zu verfolgen und diese sichtbar zu machen.
Das Forschungsprojekt hat das Ziel, die internationale wissenschaftliche Diskussion zur Metamoderne für die Region Lausitz zu vergegenwärtigen und daraus mögliche neue Forschungs- und Praxisansätze für regionale Transformationsprozesse abzuleiten.