DISENTANGLE
InterDISsziplinäre Kompetenz für nachhaltige ENTwicklung Aufbauen, Ganzheitlich Erproben, praktizieren - DISENTANGLE (07/2023 - 12/2025)
Ziel des Projektes ist es, die fachlichen Kompetenzen an der Hochschule Zittau/Görlitz im Themenfeld nachhaltige Entwicklung zu verknüpfen und interdisziplinär einsatzfähig für komplexe Forschungsvorhaben im Kontext der Bewältigung verschränkter Nachhaltigkeitsprobleme zu machen.
Drei Disziplinen sind dabei im Vorhaben vertreten:
- Umweltingenieurwissenschaften durch Prof. Jakob Hildebrandt
- Natur- und Materialwissenschaften durch Prof. Jens Weber am ZIRKON
- Sozialwissenschaften durch Dr. Julia Gabler am TRAWOS Institut
Wie werden nachhaltige Lösungen wirksam? Dieser interdisziplinären Fragestellung gehen wir fachspezifisch nach und suchen produktive Verbindungen zwischen den technisch-technologischen, stofflich-materiellen und akteurs- und strukturrelevanten Dimensionen herauszustellen. Um für alle beteiligten Disziplinen die Relevanz und Nützlichkeit Nachhaltigkeit als multiperspektivische Anforderung im Forschungsprozess mit zu betrachten, bauen wir Kapazitäten in Form einer interdisziplinären Arbeitsgruppe auf. Sie bearbeitet sowohl die disziplinären, kulturellen und methodischen Herausforderungen, die im Rahmen einer multiparadigmatischen Herangehensweise für komplexe Forschungsfragen entstehen.
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Fragestellung
- Welche Forschungsansätze können zum Gelingen nachhaltiger Transformationsprozesse beitragen?
- Wie können Zukunftsthemen der Nachhaltigkeit interdisziplinär adressiert werden?
- Welche Zielkonflikte sind dabei zu erwarten?
- Was kann eine wissenschaftlich gestützte Transformationsgestaltung leisten, um diese zu verringern?
- Wie kann ein solcher Forschungsprozess institutionell Unterstützung erfahren?
Diese Fragen entwirren wir im interdisziplinären Projektteam von DISENTANGLE aus drei fachspezifischen Perspektiven: Sozial-, Material- und Umweltwissenschaften.
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Ziele
Unsere Ziele für die hochschulweite Intensivierung fachbereichsübergreifender Kooperationen zur Ermöglichung nachhaltiger Transformationsprozesse sind
- gemeinsame inter- und transdisziplinäre Forschungsschwerpunkte gezielt zu identifizieren,
- diese in inter- und transdisziplinärer Zusammenarbeit zu erforschen,
- und dabei Dilemma-sensibel zu agieren, um den komplexen Herausforderungen einer nachhaltigen Transformation angemessen zu begegnen.
Um diese Ziele zu erreichen,
- entwickeln wir in regelmäßigem methodisch-experimentellen Austausch unsere wissenschaftlichen Kompetenzen der inter- und transdisziplinären Zusammenarbeit weiter.
- führen wir gezielte Literaturrecherchen zum aktuellen Forschungsstand und zu Good Practice durch.
- verfolgen wir einen akteurs- bzw. netzwerkzentrierten Ansatz in der Lausitz.
- diskutieren wir Zusammenhänge von technisch-technologischen, stofflich-materiellen und akteurs- und strukturrelevanten Dimensionen.
- identifizieren wir Relevanz und Nützlichkeit multiparadigmatischer Perspektiven in Forschungsprozessen zur Nachhaltigkeit.
- führen wir strukturierte Workshops mit regionalen Akteuren aus Wissenschaft und Praxis durch.
- entwickeln wir Empfehlungen für das fachübergreifende Wissensmanagement zwischen den Forschungsinstituten ZIRKON und TRAWOS im Speziellen sowie für die Hochschule Zittau/Görlitz im Allgemeinen.
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Strategie
Konkret verfahren wir im Team dabei folgendermaßen:
- Wir erkunden den inter- und transdisziplinären Prozess im Selbstversuch. Dabei untersuchen wir verschiedene Formen der Zusammenarbeit und erproben erfolgsversprechende Methoden. Zudem identifizieren wir, welcher Erkenntnisgewinn für welche Disziplin relevant ist. Wir entwickeln Instrumente und generieren Vorschläge, um Abläufe zu verbessern und Unterstützungsstrukturen zu etablieren.
- Anhand bestehender Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der HSZG sowie entlang von Wertschöpfungsprozessen der zirkulären (Bio-)Ökonomie diskutieren wir den Mehrwert fachübergreifender Forschungsarbeit und lernen disziplinäre Strukturen kennen. Besondere Bedeutung erhält das regionsweite Akteursmanagement und das regional- und sektorspezifische Rohstoff- und Kostenmonitoring zu vorhandenen Sekundär- und Biomasserohstoffen.
- Im Laufe des Projekts identifizieren und bewerten wir auch bislang wenig beachtete Transaktionsströme, wie den Wissenstransfer zu regionalen Partnern.
Die resultierenden Erkenntnisse zu inter- bzw. transdisziplinärer Zusammenarbeit werden wir nutzen, um notwendige Strukturen zu etablieren bzw. zu verbessern sowie um entsprechende Forschungsvorhaben effizienter und effektiver zu gestalten.
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Themenschwerpunkte
Zu unseren fachlichen Themenschwerpunkten gehören
- Nachhaltigkeit
- Kreislaufwirtschaft
- Bioökonomie
- Regeneratives Wirtschaften
- Defizitäre Bereiche der Nachhaltigkeitsforschung
- Folgenabschätzung von Forschungsvorhaben
- Regionale Strukturen bzw. Strukturwandel in der Lausitz
Wir sind überzeugt, dass DISENTANGLE einen wichtigen Beitrag zur Förderung einer dynamischen und nachhaltigen Forschung an der Hochschule Zittau/Görlitz und für regionale Kooperationen leisten wird.
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Projektmitarbeiterinnen am TRAWOS
- Prof. Maja Dshemuchadse
- Dr. Julia Gabler
- Bernadette Rohlf
- Anja Mutschler
Projektförderung
Das Projekt wird gefördert vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK).
Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.
Kontakt
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