Bericht zur Veranstaltung am 23.01.2026 in der HSZG
Bericht von Melanie Müller
Der zweite Production Tag fand für die Jugendlichen des Projekts an der Hochschule Zittau Görlitz statt. Die Studierenden der Sozialen Arbeit bereiteten im Rahmen des Projektstudiums ein Rahmenprogramm zum regionalen Strukturwandel vor. Ziel des Tages war es, die Jugendlichen an die Auswirkungen des regionalen Strukturwandels heranzuführen und in den Austausch über ihre Interessen, Wünsche und Forderungen zu kommen.
Ein kleines Warm-Up machte die Jugendlichen vertraut mit sich selbst und den Studierenden der Sozialen Arbeit. Durch gezielte Fragestellungen konnten sich die Teilnehmenden zu Themen wie Zukunftsgestaltung und Arbeitsweisen positionieren.
Im Anschluss erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in das studentische Leben durch eine Campusführung. Sie wurden an die Studienangebote der Hochschule und dessen Räumlichkeiten herangeführt. Vorallem der Hörsaal und die Bibliothek hinterließen einen bleibenden Eindruck bei den Jugendlichen.
Nach einer kurzen Verschnaufpause vermittelten die Studierenden der Sozialen Arbeit wichtige Inhalte zum regionalen Strukturwandel im Dreiländereck, in Form einer Präsentation. Auffällig war, dass die Teilnehmenden zuvor kaum Berührungspunkte zum Thema Strukturwandel hatten, allerdings konnten sie die Auswirkungen nachempfinden und eigene Eindrücke teilen. Fast alle Teilnehmenden berichteten von fehlenden Angeboten und Aufenthaltsorten in der Umgebung und diskutierten zur zunehmenden Abschottung und Isolierung durch digitale Medien. Ein wichtiger Bestandteil des Vortrages war die Jugendbeteiligung. Die Jugendlichen kannten nur wenige Möglichkeiten, um sich hörbar zu machen und zu beteiligen. Daran setzt das Projekt Youth Vision Action gezielt an.
Um die bestehenden Berührungspunkte mit dem regionalen Strukturwandel festzuhalten und um über Interessen, Wünsche und Forderungen in einen ausführlicheren Austausch zu kommen, konnten die Teilnehmenden in einer Gruppenarbeit Collagen anfertigen. Es bildeten sich zwei Gruppen zu verschiedenen Themenschwerpunkten. Eine Gruppe erarbeitete eine Collage, in der sie ihre Ängste und Forderungen zur Zukunft der Region festhielten. Besonders prominent waren die Themen Umweltschutz und Vielfalt. Die andere Gruppe befasste sich in ihrer Collage mit dem Thema Jugendbeteiligung. Hierbei wurde die Forderung nach Aufenthaltsorten außerhalb der Schule und der Familie deutlich. Die Jugendlichen wünschen sich Orte um mit Gleichaltrigen in den Austausch zu kommen und sich kreativ entfalten zu können. Die Ergebnisse wurden stolz präsentiert und regten Gespräche an. Im Anschluss werden sie in der Hochschule ausgehangen.
Es wurde klar, dass Ziele erreicht werden können, wenn miteinander gearbeitet, kommuniziert und gelebt wird, ob im Hinblick auf den regionalen Strukturwandel oder im privaten Leben.
Zum Abschluss wurde der Tag ausgewertet und die Jugendlichen konnten sich ein wohlverdientes Mittagsessen in der Mensa schmecken lassen.