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06. November 2020

Teilhabe ohne Teilnahme? Soziale Integration ohne Eliten?

Ergebnisse des TRAWOS-Forschungsprojekte „Soziale Integration ohne Eliten? Ausmaß, Ursachen und Folgen personeller Unterrepräsentation ausgewählter Bevölkerungsgruppen in den bundesdeutschen Eliten“.

Dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung und zwanzig Jahre nach der Reform des deutschen Staatsbürgerschaftsrechts diskutieren Öffentlichkeit und Wissenschaft heute darüber, wie stark Ostdeutsche und Menschen mit Migrationshintergrund (MMig) in Elite- und Führungspositionen vertreten sind.

Der Befund, dass beide Gruppen in Deutschland deutlich seltener in Führungspositionen vertreten sind, als es ihrem jeweiligen Anteil an der Bevölkerung entspräche, führte zu dieser Diskussion. Ostdeutsche und Menschen mit Migrationshintergrund unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht - sei es im Hinblick auf ihre interne Vielfalt, den Grad ihrer sozialen Integration oder ihrer Selbstidentifikation als Gruppe. Beide Gruppen ähneln sich aber darin, dass sie in den Eliten unterrepräsentiert sind. Der Vergleich dient dazu, sowohl die gruppenspezifischen als auch die - bei allen Unterschieden - ähnlich wirkenden Mechanismen zu analysieren, die bestimmte soziale Großgruppen von zentralen Entscheidungspositionen ausschließen und damit entscheidend zu sozialer Ungleichheit beitragen.

Die vorliegende Research Note untersucht, ob dieser Eindruck einer personellen Unterrepräsentation zutrifft und wie sich das auf die Unterstützung des politischen Systems und die Bewertung der gesellschaftlichen Integration durchdie Bevölkerung auswirkt.

Die Untersuchung erfolgt auf Grundlage von Ergebnissen des durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderten Forschungsprojekts "Soziale Integration ohne Eliten?", das in Kooperationdes DeZIM-Instituts, der Universität Leipzig und des TRAWOS-Institutes der Hochschule Zittau/Görlitz durchgeführt wurde.

Auf einer Veranstaltung am 26.10.20 wurden Ergebnisse des Forschungsprojektes, kooperativ zwischen dem Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM), dem TRAWOS-Institut der Hochschule Zittau/Görlitz und der Universität Leipzig vorgestellt.

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