Neue Publikation über die (De-)Thematisierungen des ‚Frau-Seins‘ in MINT
Aus Interviewdaten, die im Rahmen der ESF-Nachwuchsforschungsgruppe FioKo und des Professorinnen-III-Programms erhoben wurden, entstand eine Analyse, die das Erleben von Wissenschaftlerinnen als Studierende oder Mitarbeitende in MINT-Studiengängen an sächsischen Universitäten und Hochschulen, insbesondere in Informatik, Maschinenbau und Elektrotechnik untersucht. Die Befragten berichten von Herabsetzungserfahrungen, Anerkennungskämpfen und dem Wunsch nach mehr Kolleginnen. Dennoch stehen viele Quotenregelungen kritisch gegenüber – nicht aus Ablehnung der Gleichstellungsarbeit, sondern aus der Sorge, dass Quoten die meritokratische, als geschlechtslos verstandene Norm infrage stellen und ihre im männlich dominierten Umfeld hart erkämpfte Anerkennung schmälern.
Bernadette Rohlf (wissenschaftliche Mitarbeiterin am TRAWOS Institut) und Monique Ritter (Professorin an der Hochschule Landshut, ehemaliges TRAWOS Mitglied) konnten ihre Forschung im Journal GENDER – Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft platzieren.