Gleichstellungs- und Geschlechterforschung

Wandel braucht Gleichstellungskompetenz und Geschlechtersensibilität

Die wissenschaftliche Betrachtung und Begleitung von Transformation erfordert, aufmerksam zu beobachten, welche Menschengruppen ungesehen bleiben und welche Fragen nicht gestellt werden. Deswegen werden Fragen des Strukturwandels in Zusammenhang mit Geschlechtergerechtigkeit gebracht und dort auf verschiedenen Ebenen behandelt. Sowohl die Situation von Frauen im ländlichen Raum als auch die Herausforderungen für Frauen im Wissenschaftsbetrieb und die Lebensrealität queerer Studierender wurden und werden am TRAWOS erforscht.

Angefangen mit der Studie: Wer kommt? Wer geht? Wer bleibt? (2016) wurden am TRAWOS Formate und Forschungsvorhaben zur Vernetzung und Sichtbarkeit von Frauen in der Region konzipiert (z. B. F wie Kraft). In den letzten Jahren entwickelte sich der Themenbereich „Geschlechtergerechtigkeit in Wissenschaft und Forschung“. Dabei ging es um die Unterrepräsentation von Frauen in wissenschaftlichen Förderprogrammen (GAP), Karrieren und MINT-Fächern (FioKo). Die Verschränkung von individuellen weiblichen Perspektiven und machtkritischen Einordnungen der Rahmenbedingungen sind in dieser Arbeit zentral.

Die Beschäftigung mit Gleichstellung ist vielfältig und geht über „Frauen“ als Ziel- und Analysegruppe hinaus. Seit 2026 ist mit „Queer Peer“ erstmals ein Projekt den Perspektiven und Herausforderungen queerer Menschen gewidmet.