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Transformative Forschung als Gratwanderung
Neuer Beitrag über Sozialwissenschaften im gesellschaftlichen Wandel
Wie viel gesellschaftliche Veränderung darf Forschung anstoßen? Mit dieser Frage beschäftigt sich der am 26. August 2026 in der Zeitschrift diskurs veröffentlichte Beitrag „Transformative Forschung als Gratwanderung“ von Forschenden des TRAWOS-Instituts und der Universität Siegen. Zu den Mitautoren gehört Nadine Jukschat, stellvertretende Institutsdirektorin des TRAWOS-Instituts und Projektleiterin des Forschungsprojekts BePart.
Der Beitrag beleuchtet die veränderte Rolle der Sozialwissenschaften, welche gesellschaftliche Entwicklungen nicht mehr nur untersuchen, sondern zunehmend auch aktiv Veränderungsprozesse unterstützen sollen. Das vom TRAWOS-Institut durchgeführte Forschungsprojekt BePart zeigt dabei, wie stark solche Prozesse von den jeweiligen Bedingungen vor Ort abhängen. Unterschiedliche lokale Strukturen und Perspektiven erfordern unterschiedliche Zugänge und Formen der Beteiligung. Transformative Forschung bringt dabei sowohl neue Chancen als auch Herausforderungen mit sich. Sie kann bestehende Sichtweisen hinterfragen, verborgene Perspektiven sichtbar machen und Beteiligungsprozesse anstoßen. Politische Vorgaben und der zunehmende Druck, konkrete Wirkungen nachzuweisen, können jedoch die wissenschaftliche Unabhängigkeit beeinflussen. Die Forschenden heben daher hervor, wie wichtig es ist, die eigene Rolle und die möglichen Auswirkungen der Forschung kritisch zu reflektieren.
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2. Obergschoss