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14. Oktober 2026

Digitalisierung, KI und Arbeitsgestaltung im Blick, der neue BASA IV im Einsatz im Transformationsprozess bei einem großen österreichischen Übertragungsnetzbetreiber

Die digitale Transformation verändert Organisationen und Arbeitsbedingungen tiefgreifend. Im BASA-Netzwerk an der HSZG geht es um die systematische Erfassung von Veränderungen in der Arbeitswelt und darum, Arbeit zu bewerten und menschengerecht zu gestalten. Mit BASA IV steht ein validiertes Verfahren zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung vollständig digital und in 11 Sprachen zur Verfügung, inklusive einer nutzeroptimierten Bedienoberfläche und KI-gestützter Ergebnisberichte für Führungskräfte.

Künstliche Intelligenz und Digitalisierungsprozesse wirken sich nicht nur auf die Produktivität aus, sondern auch auf Belastung, Ressourcen und Arbeitsgestaltungsbedarfe. Das BASA-Verfahren (Bewertung von Arbeitsbedingungen – Screening für Arbeitsplatzinhaber) erfasst sowohl psychische Belastungen als auch Ressourcen und orientiert sich an den Anforderungen der Arbeitsschutzgesetze in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Durch die voll digitale Umsetzung von BASA IV wird das Monitoring von Change-Prozessen deutlich effizienter. Ergebnisse liegen schneller vor, sind vergleichbar und können auf Team- und Organisationsebene ausgewertet werden.
Neben der optimierten Benutzeroberfläche liefern KI-gestützte Ergebnisberichte Führungskräften und Abteilungsleitungen kompakte, verständliche Auswertungen. Lange Tabellen und umfangreiche Foliensätze sind dafür nicht nötig. Poster und kurze KI-Texte reichen oft für die praktische Besprechung und Maßnahmenplanung.
Praxisbeispiel: Vollerhebung bei der Austrian Power Grid (APG)
„Wir haben uns für die BASA-Befragung entschieden, weil wir hier wirklich ein sehr komplettes und breites Spektrum aller wesentlichen Themen abdecken können.“ So Peter Reichel, APG. Ein aktuelles Beispiel liefert die Austrian Power Grid AG (APG), der unabhängige österreichische Übertragungsnetzbetreiber mit rund 1.200 Mitarbeitenden. Im Rahmen einer Vollerhebung mit BASA 4 wurden 66 Teamauswertungen erstellt. Am APG-Headquarter in Wien sprachen Peter Reichel (Leiter der Division „Assets“ inkl. HSSE), Michaela Kraus (BGM), Katja Moschini-Klom (Betriebsrat & Sicherheitsfachkraft) und Veronika Jakl (externe Arbeitspsychologin, Projektleitung) mit Prof. Dr. Matthias Schmidt über die Umsetzung.
Das BASA-Netzwerk und die Arbeitsgruppe Digitalstress am GAT-Institut untersuchen die Auswirkungen von Digitalisierung und KI auf Organisation und Mitarbeitende systematisch zu erfassen und in der Arbeitsgestaltung zu berücksichtigen. Die Erhebung wurde von Prof. Schmidt im Froschungssemester wissenschaftlich begleitet um neue Module zu entwickeln (z.B. Auswirkungen mobiler Arbeit und KI-Tools).
 

Foto: Prof. Dr. rer. nat. Matthias Schmidt
Prof. Dr. rer. nat.
Matthias Schmidt
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