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Antifeminismen in Wissenschaft und Praxis
Neuer Sammelband veröffentlicht
Im neu erschienenen Sammelband der Herausgeber:innen Kerstin Balkow, Bernhard Gfaller, Philip Krüger und Hanna Haag konnten die (ehemaligen) TRAWOS Mitarbeiterinnen und Hilfskräfte Bernadette Rohlf, Monique Ritter, Julia Ochmann, Sophie Seelinger und Lea Weber ein Kapitel mit dem Titel „Gleichstellungsbeauftragte brauchen wir nicht, wir sind auch so stark!“ – Antifeministische Praktiken von MINT-Wissenschaftlerinnen gegenüber ‚Frauenförderung“ veröffentlichen.
Der Beitrag beleuchtet das Verständnis von Antifeminismus als Ideologie der Ungleichwertigkeit und seine neoliberale Ausprägung im Kontext von Leistungsidealen und Individualisierung. In der empirischen Analyse wird anhand von Interviewaussagen aufgezeigt, wie MINT-Wissenschaftlerinnen Gleichstellungsmaßnahmen ablehnen, Weiblichkeit als Gegensatz zu Leistungsfähigkeit konstruieren und Anerkennung über Anpassung an männliche Normen suchen. Es wird abschließend diskutiert wie die individuell als Überlebensstrategie nachvollziehbare Strategie der Ablehnung von Gleichstellungsmaßnahmen unter Berufung auf Neutralität und Leistung, letztendlich das antifeministische Klima in MINT-Fächern und Fakultäten stabilisiert.
Das Buch ist im Budrich Verlag erschienen und wird durch und für die Hochschulbibliothek erworben.
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