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From Border Region to Interconnected Region: Research Perspectives on Regional Cooperation
TRAWOS Member Leonie Liemich at the Spring Conference of the Academy for Spatial Development of the Leibniz Association
TRAWOS researcher Leonie Liemich presents research findings from the L&T project at the ARL Forum in Słubice
Wissenschaft als Schnittstelle für regionale Kooperationen
In ihrem Beitrag stellte Leonie Liemich Forschungserkenntnisse aus dem regionalen Innovationsbündnis Lausitz – Life & Technology vor und richtete den Blick insbesondere auf die Bedeutung von Kooperationen zwischen Wissenschaft, regionalen Unternehmen und internationalen Partnern. Forschungs- und Entwicklungsprojekte können dabei wichtige Impulse für neue Netzwerke und gemeinsame Aktivitäten in der Region geben.
Im Mittelpunkt standen unter anderem folgende Fragen:
Welche neuen Kooperationen können durch Forschungs- und Entwicklungsprojekte in der Region entstehen?
Welche Voraussetzungen sind notwendig, damit aus projektbezogenen Kontakten langfristige und tragfähige Kooperationen werden?
Welche Herausforderungen bestehen bei regionalen Forschungskooperationen – insbesondere an Schnittstellen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und unterschiedlichen institutionellen Systemen?
Welche Zukunftsthemen bieten besondere Anknüpfungspunkte für gemeinsame Forschung und Innovation, beispielsweise Energiespeicher und neue Fertigungstechnologien?
Dabei wurde deutlich, dass Kooperation nicht allein durch formale Strukturen entsteht. Entscheidend sind vielmehr persönliche Beziehungen, Vertrauen, regelmäßiger Austausch und konkrete gemeinsame Projekte. Gerade Forschungs- und Entwicklungsprojekte können hierfür eine wichtige Funktion übernehmen: Sie schaffen Räume, in denen Akteure aus unterschiedlichen institutionellen und fachlichen Kontexten gemeinsam an konkreten Herausforderungen arbeiten und neue Kompetenzen aufbauen können.
Von einzelnen Projekten zu einem gemeinsamen Verflechtungsraum
Die Diskussionen des ARL-Forums zeigten, dass diese Erkenntnisse auch für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von großer Bedeutung sind. Unterschiedliche Verwaltungsstrukturen, Planungssysteme, Rechtsgrundlagen, Fachsprachen und Sprachbarrieren stellen die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen weiterhin vor Herausforderungen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass zahlreiche erfolgreiche Projekte bereits zeigen, welche Potenziale in einer stärkeren Verflechtung liegen. Ob bei Mobilität, Klimaanpassung, Gesundheitsversorgung, regionaler Innovation oder wirtschaftlichen Wertschöpfungsketten – gemeinsame Projekte können dazu beitragen, Grenzen im Alltag zunehmend als Schnittstellen und weniger als Trennlinien zu verstehen. Für eine nachhaltige Zusammenarbeit braucht es dabei sowohl institutionelle und strategische Rahmenbedingungen als auch konkrete Projekte und persönliche Netzwerke. Besonders wichtig ist, bestehende Kooperationen nach Abschluss einzelner Förderprojekte weiterzuentwickeln und dauerhaft in regionale Strukturen einzubetten.
Zukunftsthemen gemeinsam bearbeiten
Mit Blick auf die zukünftige Entwicklung der Region gewinnen neue technologische und gesellschaftliche Herausforderungen an Bedeutung. Themen wie Energiespeicherung, neue Fertigungstechnologien, Klimaanpassung und regionale Innovationsfähigkeit eröffnen dabei neue Möglichkeiten für Kooperationen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlichen Akteuren – auch über nationale Grenzen hinweg. Die Tagung in Słubice machte deutlich: Der Weg vom Grenzraum zum Verflechtungsraum ist ein langfristiger Prozess. Forschung und Innovation können dabei wichtige Impulse setzen, indem sie unterschiedliche Akteure zusammenbringen, gemeinsames Lernen ermöglichen und neue Kooperationen anstoßen. Für das TRAWOS-Institut bietet die Verbindung von regionaler Transformation, Forschung und kooperativer Raumentwicklung damit wichtige Anknüpfungspunkte für die weitere wissenschaftliche und praktische Arbeit in der Region.
[Translate to Englisch:] Hier finden Sie die Präsentation von Leonie Liemich
[Translate to Englisch:] „Vom Grenzraum zum Verflechtungsraum – Grenzüberschreitende Raumentwicklung zwischen Polen und Deutschland“, 11.–12. Juni 2026, Collegium Polonicum, Słubice.
Weiterführende Infos hier: https://www.arl-net.de/de/blog/vom-grenzraum-zum-verflechtungsraum
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