Nachhaltige Regionalentwicklung im Strukturwandel

Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung der Braunkohleregionen im Strukturwandel (11/2019-10/2021)

Hintergrund

Den Braunkohleregionen in Deutschland steht ein (neuerlicher) Strukturwandel bevor, nicht ausgelöst durch versiegende Lagerstätten oder ökonomische und technische Gegebenheiten, sondern durch eine normative Entscheidung der Politik, um das Klima und damit die Menschheit vor den katastrophalen Auswirkungen einer ungebremsten globalen Erwärmung zu schützen. Aus diesem bewussten Eingriff der Politik ergibt sich eine besondere Verpflichtung des Staates zur Unterstützung der Braunkohleregionen.

Dabei ist der Strukturwandel in den Kohleregionen ein zwar aktuell wichtiges, aber sicher nur ein erstes Beispiel einer durch die Klimapolitik voranzubringenden Transformation. Die Verpflichtung des Pariser Klimaabkommens führt dazu, dass tiefgreifende Veränderungen in vielen anderen Branchen und Regionen anstehen und unvermeidbar sind.

Forschungsprojekt

Nachhaltige Regionalentwicklung im StrukturwandelVor diesem Hintergrund ergeben sich für die Strukturpolitik und insbesondere die Strukturförderung neue Anforderungen und Ansprüche an ihre Wirkung und Gestaltung. Wie kann es gelingen die kommunale Entwicklung so zu fördern, dass die Ziele der Agenda 2030 adressiert werden? Wie können Zielkonflikte aufgelöst werden? Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Strukturpolitik und der globalen Nachhaltigkeitsagenda? Wie können Synergien zwischen Strukturpolitik und Nachhaltiger Entwicklung gezielt erschlossen werden?

Im Projekt werden vergangene Strukturwandelprozesse und korrespondierende Förderprogramme sowie best practise Beispiele der Gegenwart analysiert. Des Weiteren werden die damals und heute wirkenden Akteure in Strukturwandelprozessen betrachtet, deren Beziehungen und Interaktionen analysiert. Aus den Ergebnissen werden Empfehlungen für die vom Strukturwandel betroffenen Kommunen abgeleitet und mit Akteuren der jeweiligen Regionen geprüft und weiterentwickelt.

Projektförderung

Gefördert wird das Projekt vom Umweltbundesamt (UBA).

Kontakt am TRAWOS

Projektleiter

Prof. Dr. phil. habil.
Raj Kollmorgen
Fakultät Sozialwissenschaften
Standort 02826 Görlitz
Furtstraße 2
Gebäude G I, Raum 2.17
+49 3581 374-4259

Projektkoordination

Dipl.-Ing. (FH)
Markus Will
Fakultät Natur- und Umweltwissenschaften
Standort 02763 Zittau
Külzufer 2
Gebäude Z VI, Raum 208
+49 3583 612-4759

Projektmitarbeiterin

Dipl.-Ing.
Annekathrin Kluttig
Institut für Transformation, Wohnen und soziale Raumentwicklung
Standort 02826 Görlitz
Parkstraße 2
Gebäude G VII, Raum 304
+49 3581 374-4420
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